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TZII
GIS STUDIO | AUDITION RECORDS MEXICO

AUGUST 2015

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Alleine Sein (drittens)

"I came to Mexico for the festival TRANSVERSALES, happening at the Centro Cultural Del Bosque. It gave me the opportunity to stay for a week at the 'GIS Studio' and to perform live solo for the 'Blue Monday' event series. I haven't really worked on sound/music except the preparation of this live act (some sounds were made exclusively for this one) but more on film, completing the 'Alleine Sein' project.

'Alleine Sein' is a collaboration recording with the german poet and voice artist Jonas Bolle made of three pieces, each one illustrated by one movie. Each movie has been shot on a different continent from June to August 2015. First is Europe, shot in Praha (Czech Republic / Alleine Sein erstens), second is Africa, shot in Tunis (Tunisia / Alleine Sein zweitens) and third is America, shot in DF (Mexico), it is that third one I could work on during my stay at G.I.S. It features footages in the city but also set inside the studio, with a minimal austere scenography. The three movies fits into what I call minimal cinema." [Tzii, 10.01.16]

 

 

Since 1996 Tzii (Brussels), music composer and filmmaker, spreads his magickal frequencies all over the world through touring from Eastern and Western Europe to Australia, passing by USA, Canada, Japan and Africa, where he played hundreds of shows...

He created his own label NIGHT ON EARTH in 2001, releasing vinyls and tapes, and is a co-founder & active member of the label/collective V-ATAK. His main aim is to reach transcendance through sound trance, layering and looping to another dimension avoiding intellectualism to let the emotional body flow freely on the waves...

He’s part of several other projects like SOLAR SKELETONS, MS30, 1997EV, VIRIL, AEROBICONOISE ... and has collaborated on stage or in studio with: Steve MacKay (The Stooges), Mike Watt (Minutemen, The Stooges), Marshall Allen (Sun-Ra Arkestra), Contagious Orgasm, Jason Lafarge, Ripit, Koonda Holaa, Gamaboy, Sikhara, Rko, Temple Of Bonmatin, Sam Lohman, HHY, D’incise, Vinnie Paternostro, 1997EV, Clara Carogna, Najah, Cham, Stalker, Otto von Schirach, DJ Urine, The Masters Musicians of Hop-Frog, Mentol Nomad, Aymeric De Tapol, Company Fuck, Liina Nilsson, Rinus van Alebeek, Duflan Duflan, Parade Ground, Madame Patate, Error, Utku Tavil, Kevin Angboly, Victor Remy, Teresa Rieman, Otto Orväth, Andrejas Jeppesen, Felakkkzion, Cochlea, Grabuk, Pilami, Synoxys, Luna Dopa, :Codes, Ayato, Akoustic Timbre Frequency, Babylone Chaos, Planetaldol, Dead Beat, Alveols, Nevroz, Klstr...

As a filmmaker he directed videoclips for Solar Skeletons, Ovo, Fujako, Sikhara, Madame Patate, Martial Becheau, 1997EV, Dolina, HHY & The Macumbas, MS30, Duhka, Parade Ground, HIV+, Mourmansk150, Nihiltronix, himself and some short movies for v-atak and others, is the official live VJ for bands like Parade Ground or Solar Skeletons and made live visuals for Wermut, Charles De Goal, Warum Joe, Alexander Robotnick, Alden Tyrell, DJ Athome...

 

 

Tzii _ Live @ Mexico DF _ 31/08/2015
Produced at GIS by Tzii.
Live at Blue Monday/Bucardón
www.tzii.tk

 

 

 

 

Text for "Alleine Sein (drittens)" by Jonas Bolle

Ich will alleine Sein, alleine auf der Welt
Ich will alleine dastehn ich will nichts das mich hält
Vielleicht völlig fertig steh ich dann da und weine
Dann war ich wenigstens mal ganz alleine
Ich greife nach dem unerreichten bin nicht kreativ genug
Will Unerforschtes weiß doch schwimme in der bilderflut
Alles halb so wild und gut? Ich brauch die neue Klarheit
Aus Trotz gegen den Strom bleib ich alleine in der Paarzeit
Und ich träum mir einen Norpol, eine wüste in weiß
Träume mir ein Iglu und fühle das Eis
Wenn ich meine Wangen an die Wand lege
Die mich kühlt, wenn ich mich anlehne
Und ich säge ein loch wo die Eisschicht am dicksten ist
Suche nach Nahrung wenigstens ein bisschen Fisch
Dann zieh ich sie ans licht wenn sie sich dagegen wehren
Das Eis ist am dicksten über den tiefsten Meeren

Ich werd gefesselt über Bord geworfen, muss warten bis die Ketten durchrosten
Mit Schleudertrauma aus der Bahn geworfen, das wird Tränen, Schweiss und Zeit kosten
Ich resignier und tauche tiefer in die dunkle Nacht
Ich will alleine ändern was man sonst nur mit nem Wunder schafft
Plötzlich gibt mir Kraft, was mich verwundet hat
Macht dass Graues Bunt erschafft. Fast hätt ich für Schwäche einen Grund erdacht
Für den aufsteigenden Ast ist die Erinnerung die Kettensäge
So scheint alles schlecht und träge als ob es nichts Nettes gäbe
Man fühlt sich alleine als ob man der aller Letzte wäre
Nach einem Sturm gestrandet an der Küste der Verzweiflung
Baut man sich eine Existenz auf – eine kleine Hütte reicht schon
Man schaut aufs Meer, sieht Lichtstrahlen die im Blauen tänzeln
Und an die Realität erinnern nur noch diese Traumsequenzen

Und an die Realität erinnern nur noch diese Traumsequenzen
Man schaut aufs Meer, sieht Lichtstrahlen die im Blauen tänzeln
Und an die Realität erinnern nur noch diese Traumsequenzen
Warum muss es ein erwischen alles war wieder im Klaren
Woher kommt das Wasser, man hielt grad Feuer in den Armen
Woher kommt der Funke der zum Brennen bringt wo Asche war
Welche Säure macht dieses Löschwasser klar
Meine Augen schlagen auf mit einem Pochen an die Stirn
Ein Schmerz blitzt auf durch den Knochen in mein Hirn
Und ich hoffe auf nen Schirm der mich schützt vor solchen Angriffen
Ein Schirm provoziert Säure, das wird sie erst anstiften
Ich liege da. Vielleicht steh ich auch.
Auf Händen oder Füssen, auf Rücken oder Bauch
Ein Schirm aus Segeltuch gegen den Erstschlag aus Napalm
Es hilft kein Regelbuch – Wo ein Heer war wächst kein Grashalm
Doch – Wo ein Meer war liegen Muscheln, wo ein Wald war gibt es Wurzeln
In der Wüste kann man frieren und auch im Regen kann man kuscheln
Dann sitzt man da, sieht Lichtstrahlen die im Blauen tänzeln
Und an die Realität erinnern nur noch diese Traumsequenzen

Und an die Realität erinnern nur noch diese Traumsequenzen
Man schaut aufs Meer, sieht Lichtstrahlen die im Blauen tänzeln
Und an die Realität erinnern nur noch diese Traumsequenzen

Ich lass den Dingen ihre Zyklen durchbreche keine Kreise mehr
Beobachte ihr Schwimmen, ihren Fluss im Leichen Meer
Und es stinkt nach Verwesung es lacht naiv und leichtgläubig
Wenn Wellen an die Felsen klatschen scheint so vieles eindeutig
Und ich lass mich nicht beeindrucken ihr könnt mich nicht täuschen
Meine Stimme setzt sich durch unter störenden Geräuschen
Klingt immer klar und kraftvoll auch wenn Wind an den Wänden wackelt
Ich nehm mir meine Freiheit – kenn kein Kind das Grenzen achtet
Steh auf der Spitze meines Eisbergs und hisse meine Fahne
Schaue in die Ferne, nichts liegt mir nahe
Trostlos strahlt das Weiß hier bin ich auf mich allein gestellt
Ein Wappen ohne Form, Stille die Hymne meiner eignen Welt
Und ich brülle sie beseelt solaut, dass sie niemand hört
Meine Augen brennen es gibt nichts was das hier zerstört
Jetzt bin ich alleine, alleine auf der welt
Hier kann ich sein, weil das Eis sein Versprechen hält